* Wirkungsweise: die Wirkung beruht dabei nicht
auf den direkt betäubenden Effekt des Mittels, sondern darauf,
dass übergeordnete Regelkreise beeinflusst werden. Die vorübergehende
Ausschaltung verursachender Faktoren, z.B. von Narben (Herd- Störfeldgeschehen)
durch gezielte intrakutane (in die gesunde Haut) Injektionen kleiner
Mengen des örtlichen Betäubungsmittels schafft die Voraussetzung,
entgleiste Regelvorgänge zu normalisieren oder zumindest
signifikant zu verbessern. Spontane Beschwerdefreiheit (Sekundenphänomen),
bzw. anhaltende Besserung von Funktionsstörungen und Schmerzen
sind in diesem Zusammenhang als Ergebnis der wiederhergestellten
oder verbesserten Mechanismen der körpereigenen Regulation
zu betrachten.
* Grundsätze:
1. jede chronische Erkrankung kann störfeldbedingt
sein
2. jede Erkrankung oder Verletzung kann ein Störfeld hinterlassen
3. jede Störfelderkrankung ist ausschließlich durch
die Ausschaltung des
Störfeldes zu behandeln
* Durchführung:
zur intrakutanen (in die gesunde Haut) Injektion
werden feine Nadeln verwendet. Der Injektionsschmerz ist verschwindend
klein. Auf die Behandlung sollte eine kurze Ruhepause folgen.
* Indikationen:
1. Kopfschmerzen
2. Gelenkschmerzen, rheumatische Erkrankungen
3. Rückenschmerzen, Hexenschuss
4. Magen- Darmbeschwerden
5. vegetative Funktionsstörungen wie Schlafstörungen,
übermäßiges Schwitzen
6. Wundheilungsstörungen, Schmerzzustände
nach Operationen
7. Nasennebenhöhlenentzündungen
8. Ohrschmerz, Tinnitus (Ohrgeräusche)
9. Nervenschmerzen
* Grenzen der Neuraltherapie:
nicht zu beeinflussen sind Erbkrankheiten, psychische
Erkrankungen, bösartige Tumore und irreversible Schäden.