Was ist Neuraltherapie?
Im Rahmen moderner alternativ-/komplementärmedizinischer Verfahren handelt sich dabei um eine ganzheitliche Regulationstherapie deren Hauptziel darin besteht, gestörte Regelsysteme auf verschiedenen physiologischen Ebenen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dies geschieht mittels intrakutaner (in die gesunde Haut) Einspritzungen von örtlich wirksamen Betäubungsmitteln.
Wirkungsweise
Die Wirkung beruht dabei nicht auf den direkt betäubenden Effekt des Mittels, sondern darauf, dass übergeordnete Regelkreise beeinflusst werden. Die vorübergehende Ausschaltung verursachender Faktoren, z.B. von Narben (Herd- Störfeldgeschehen) durch gezielte intrakutane (in die gesunde Haut) Injektionen kleiner Mengen des örtlichen Betäubungsmittels schafft die Voraussetzung, entgleiste Regelvorgänge zu normalisieren oder zumindest signifikant zu verbessern. Spontane Beschwerdefreiheit (Sekundenphänomen), bzw. anhaltende Besserung von Funktionsstörungen und Schmerzen sind in diesem Zusammenhang als Ergebnis der wiederhergestellten oder verbesserten Mechanismen der körpereigenen Regulation zu betrachten.
Grundsätze
- Jede chronische Erkrankung kann störfeldbedingt sein.
- Jede Erkrankung oder Verletzung kann ein Störfeld hinterlassen.
- Jede Störfelderkrankung ist ausschließlich durch die Ausschaltung des Störfeldes zu behandeln.
Durchführung
Zur intrakutanen (in die gesunde Haut) Injektion werden feine Nadeln verwendet. Der Injektionsschmerz ist verschwindend klein. Auf die Behandlung sollte eine kurze Ruhepause folgen.
Indikationen
- Kopfschmerzen
- Gelenkschmerzen, rheumatische Erkrankungen
- Rückenschmerzen, Hexenschuss
- Magen-Darmbeschwerden
- vegetative Funktionsstörungen wie Schlafstörungen, übermäßiges Schwitzen
- Wundheilungsstörungen, Schmerzzustände nach Operationen
- Nasennebenhöhlenentzündungen
- Ohrschmerz, Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Nervenschmerzen
Grenzen der Neuraltherapie
Nicht zu beeinflussen sind Erbkrankheiten, psychische Erkrankungen, bösartige Tumore und irreversible Schäden.



